Pflegekonzept

Das Pflegekonzept bildet mit dem Leitbild und der Erläuterung des Pflegemodells, nach Monika Krohwinkel, das Fundament unserer Arbeit.

Es bietet den Mitarbeiter/n/Innen jederzeit Orientierung für ihr Handeln. Nach außen repräsentiert es klar und nachvollziehbar für welche Werte unser Unternehmen steht und wonach wir unser Handeln ausrichten. Als Instrument des Qualitätsmanagements wird es kontinuierlich den aktuellen Bedingungen angepasst, wobei sich die Philosophie auf der das Pflegekonzept basiert nicht ändert.

Der Mensch und seine Bedürfnisse stehen im Fokus all unserer Aktivitäten.

Das ist es – wofür wir stehen.

1. Theoretische Grundlagen der Pflege

Unser Pflegedienst wendet das Modell der ganzheitlichen Pflege von Monika Krohwinkel an. Dieses Modell bezieht die Bezugspersonen des pflegebedürftigen Menschen mit ein. Es definiert konkrete Ziele und bietet für die jeweilige Pflegesituation konkrete Hilfsleistungen an. Die pflegerische Zielsetzung lautet „Erhalten, Fördern, Stabilisieren und Wiedererlangen“. Bei der pflegerischen Hilfeleistung konzentrieren wir uns darauf im Interesse der Person zu handeln, für eine fördernde Umgebung zu sorgen, die Person zu begleiten, zu fördern, zu beraten und anzuleiten. Die Person soll befähigt werden den eigenen Pflegeprozess aktiv mitzugestalten.

2. Rahmenbedingungen

Die ambulante Kranken- und Altenpflege Stern hat im Zentrum Frankfurts, in der Großen Eschenheimer Straße 09 seine Geschäftsräume. Es stehen vier Büroräume für die MitarbeiterInnen, die Geschäftsführer und die Verwaltung zur Verfügung, ein Konferenzraum, sowie ein Empfangsbereich. Küche und Sanitärräume sind ebenfalls vorhanden.

Aufgrund der sprachlichen Fähigkeiten der Mitarbeiter ist eine überbezirkliche Versorgung im gesamten Rhein-Main-Gebiet möglich.

2.1. Personelle Ausstattung

Die ambulante Kranken- und Altenpflege Stern beschäftigt zurzeit:

eine Pflegedienstleiterin (examinierte Krankenschwester), eine stellvertretende Pflegedienstleiterin (exam. Krankenschwester)
eine Personalleiterin
eine Verwaltungsangestellte
drei examinierte Krankenschwestern
ca. 35 Hauswirtschafts-/ und Pflegehilfskräfte

3. Kommunikation

Die Struktur und Qualität der internen und externen Kommunikation spielt bei uns eine sehr wichtige Rolle. Im Rahmen des Qualitätsmanagements unterliegen die Kriterien für eine effektive und effiziente Kommunikation einem ständigen Vorbesserungsprozess.
Pflegedokumentation/Planung:

Die Kommunikation und der Informationsfluss finden zuverlässig und schriftlich in der Pflegedokumentation des Kunden statt. So können unsere pflegebedürftigen Kund/en/Innen sicher sein, dass alle wichtigen Informationen dorthin gelangen, wo sie hingehören.

Übergabegespräche:

Des Weiteren erfolgen tägliche Übergabegespräche, persönlich oder per Telefon, an die verantwortliche Pflegefachkraft oder deren Stellvertretung. Diese sammelt die Informationen und leitet sie an die entsprechenden Mitarbeiter/Innen weiter.

Besprechungen:

Terminierte, regelmäßige Dienst- und Fallbesprechungen finden für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Ausnahmen: Urlaub, Krankheit oder Freizeitausgleich mit Rücksprache der Pdl) regelmäßig, im Konferenzraum des Pflegedienstes, statt. Alle Besprechungen werden protokolliert. Die Protokolle stehen den MitarbeiterInnen jederzeit zur Einsichtnahme zur Verfügung.

Mitarbeiterfächer:

Des Weiteren wird der Kommunikationsfluss über die Mitarbeiterfächer unterstützt. Das heißt konkret, aktuelle Informationen werden im jeweiligen Mitarbeiterfach hinterlegt. Die MitarbeiterInnen kontrollieren diese Fächer engmaschig.

3.1. Kooperationspartner/Innen

Da wir eine aktivierende, den Menschen einbeziehende Pflege durchführen, legen wir Wert auf ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Pflege, anderen Berufszweigen und Institutionen des öffentlichen Lebens.

Mit dem Ziel der Kundenzufriedenheit, helfen wir gerne bei der Vermittlung externer Dienstleistungen z.B. Essen auf Rädern, Hausnotrufsysteme etc.

3.2. Zusammenarbeit mit Angehörigen

Ein weiterer Schwerpunkt der Umsetzung von Qualitätsmanagement ist die Angehörigenberatung, welche wir sehr ernst nehmen.
Wir sprechen unsere Leistungen gemeinsam ab, erläutern unser Angebot, unsere Pflegeplanung und Pflegedokumentation und informieren sie über Krankheitsbilder, pflegerelevante Diagnosen, Prophylaxen, Hilfsmittel, Möglichkeiten von baulichen Veränderungen des heimischen Umfeldes des/der Pflegebedürftigen.

Wir informieren sie somit über alle Maßnahmen, die den pflegebedürftigen Menschen unterstützen, so lange wie möglich, ein selbstbestimmtes Leben in seinem gewohnten Umfeld führen zu können. Auf Wunsch leiten wir Angehörige bei praktischen Pflegetätigkeiten an.

Zu allen Beratungsthemen entwickeln wir Informationsmaterial in Form von Beratungsprotokollen, welches wir Ihnen zur Verfügung stellen möchten.

4. MitarbeiterInnen

Zur Pflege und Betreuung unserer Kunden setzen wir qualifiziertes und speziell geschultes Personal ein, welches aus Pflegefachkräften, Pflegehilfskräften sowie hauswirtschaftlichen Mitarbeiter/n/Innen besteht. Die Aufgaben, Befugnisse und Kompetenzen der eingesetzten MitarbeiterInnen sind durch Stellenbeschreibungen (QM – Handbuch) eindeutig geregelt.

4.1. Personalentwicklung

Wir achten auf eine angemessene Qualifizierung des eingesetzten Personals. Dies umfasst Aspekte der Schulbildung, Ausbildung, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, sowie individuelle Fertigkeiten und Erfahrungen. Jede/r neue MitarbeiterIn erhält auf dieser Basis eine individuelle Einarbeitung, welche durch ein Einarbeitungskonzept geregelt ist.

Im Zuge der Personalentwicklung bieten wir regelmäßige Schulungsmaßnahmen an und erstellen zudem, gemeinsam mit den Mitarbeiter/n/Innen, jährlich einen Fortbildungsplan, bei dem individuelle Wünsche der MitarbeiterInnen berücksichtigt werden.

Durch Organisation in Qualitätszirkeln, von Pflegevisiten, Fall- und Dienstbesprechungen, sowie Mitarbeitergesprächen binden wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und in betriebliche Entscheidungsprozesse mit ein. Die fortlaufende Verbesserung der Prozess- und Dienstleistungsqualität, sowie die Entwicklung von Mitarbeiterperspektiven stehen dabei im Vordergrund.

Generell stellen wir sicher, dass durch das vorhandene Personal jederzeit die sach– und fachkundige Pflege unserer Kund/en/Innen gewährleistet ist.

5. Organisation der Pflege

– Die Pflege wird durch angemessen qualifiziertes Personal gewährleistet.

– Wir bieten unsere Dienstleistungen in der Wohnung der Patient/en/In, individuell zugeschnitten, zu allen Tagen und allen Zeiten an.

– Wir sind für unsere Patient/en/Innen telefonisch rund um die Uhr zu erreichen.

– Wir bemühen uns, die individuellen Rahmenbedingungen (Kostenträger, Versorgungsstruktur, etc.) zügig und unbürokratisch zu klären. Unser Pflegedienst führt zur Feststellung des Pflegebedarfs und der häuslichen Pflegesituation einen Erstbesuch bei/m/ der Pflegebedürftigen durch. Sollte sich der/die Pflegebedürftige in einer anderen Pflegeeinrichtung (z. B. Krankenhaus) befinden, so führen wir, wenn möglich, dort den Erstbesuch und die Pflegeanamnese durch und erheben erste biografische Daten, die im Laufe des Pflegeprozesses dann kontinuierlich ergänzt werden.

– Aufgrund der Biografie und der Pflegeanamnese wird in Absprache mit dem/der Pflegebedürftigen eine Pflegeplanung erstellt, Ziele und Maßnahmen festgelegt. Wir bemühen uns die Pflegetermine nach den individuellen Erfordernissen zu vereinbaren. Angehörige und andere Bezugspersonen der pflegebedürftigen Person werden nach deren individuellen Fähigkeiten in den Pflegeprozess mit einbezogen.

5.1. Der Pflegeprozess

Der Pflegeprozess beinhaltet im Einzelnen die folgenden Schritte:

Erstgespräch
Während des Erstgesprächs sammelt die verantwortliche Pflegefachkraft alle Informationen und erfasst anhand des verwendeten Pflegemodells die Probleme und Ressourcen des/der pflegebedürftigen Kund/en/In. So ist es möglich, den tatsächlichen Pflegebedarf einzuschätzen und unter Berücksichtigung der Wünsche des/der Kund/en/In, die Pflege zu planen und Ziele festzulegen. Die Pflegefachkraft ist für den gesamten Pflegeprozess verantwortlich.

Die Informationssammlung setzt sich zusammen aus:

– der Biografie des/der Pflegebedürftigen
– der Anamnese (Eigenanamnese + Fremdanamnese)
– verschiedenen Assessmentinstrumenten
– Arzt-/ Krankenhausbericht/-en
– dem Überleitungsbogen

Die Probleme, Ressourcen und Fähigkeiten werden erörtert und in Zusammenhang mit den Symptomen, sowie den Ursachen in der Pflegeplanung dokumentiert. Dazu benötigen Sie folgende Dokumente:

– die Anamnese
– ärztliche Verordnungen/-Berichte
– den Pflegebericht
– Screenings/ Risikoeinschätzungen

Die Pflegeziele werden für den/die Kund/en/In in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten geplant und von der verantwortlichen Pflegefachkraft in der Pflegeplanung und dem Pflegebericht dokumentiert, sowie per Fallbesprechung dem Team vorgestellt. Die Pflegeziele werden in regelmäßigen, festgelegten Abständen oder bei Veränderungen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Pflegemaßnahmen

Nach der Festlegung der Tätigkeiten und Pflegeziele erbringen die Pflegemitarbeiter/Innen die geplanten Maßnahmen. Die Pflegefachkräfte sind für die Steuerung des Pflegeprozesses verantwortlich. Das bedeutet, dass die Pflegefachkräfte die Pflegehilfskräfte anleiten und sicherstellen, dass diese nach der Pflegeplanung arbeiten.
Die Pflegemaßnahmen werden von den Mitarbeitern individuell für jede/n Kund/en/In formuliert und müssen sich widerspiegeln in:

– der Pflegeplanung
– dem Pflegebericht
– dem Leistungsnachweis

Die Evaluation der Pflege

Die Evaluation der Pflegeplanung und somit des Pflegeprozesses bezieht sich in erster Linie auf die Pflegeziele. Wenn sich hier Änderungen ergeben, wird die gesamte Pflegeplanung des/r Kund/en/In geändert. Bleiben die Pflegeziele unverändert, werden die Ziele bis zur nächsten Überprüfung weiter verfolgt.

Die Pflegevisite

Die Pflegedienstleitung führt bei jede/m/r Kund/en/In in regelmäßigen Abständen (je nach Pflegestufe) eine Pflegevisite durch. Hier werden die von den Pflegekräften durchgeführten Leistungen überprüft und kontrolliert. Zudem wird die Zufriedenheit der Kunden, die Sauberkeit des Umfeldes und der Wohnung, sowie der körperliche Zustand des/der Pflegebedürftigen evaluiert.

6. Leistungsangebot

Unsere Kund/en/Innen sollen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und am öffentlichen Leben teilnehmen können. Daher bieten wir unseren Kund/en/Innen folgende Leistungen an:

6.1 Pflegerische und hauswirtschaftliche Leistungen

Wir bieten alle Pflege–/ und Betreuungsleistungen nach dem SGB XI und dem SGBV an.
Hierfür haben wir Versorgungsverträge mit den Krankenkassen und Pflegekassen abgeschlossen.
Ebenso werden darüber hinausgehende, hauswirtschaftliche, pflegerische und betreuerische Zusatzleistungen angeboten z.B. die gezielte Betreuung-/Beschäftigung dementiell erkrankter Menschen, Begleitung unserer Kunden zu Aktivitäten oder zur medizinischen Vorsorge, begleitete Spaziergänge etc.
Der/die Kunde/In kann sich die Leistungen, die er/sie in Anspruch nehmen möchte selbst zusammenstellen und erhält dann von uns einen Kostenvoranschlag, der die jeweilige Pflegestufe des/r Kund/en/In berücksichtigt.
Wir bieten Beratungsbesuche nach § 37 Pflegeversicherungsgesetz an. Die Voraussetzung für den Erhalt von Geldleistungen aus der Pflegeversicherung für pflegende Angehörige.
Für die Erbringung der Leistung wird ein Zeitrahmen vereinbart, der sich an den Wünschen und Lebensgewohnheiten unserer Kund/en/Innen orientiert.
Eine 24 Stunden Rufbereitschaft ist sichergestellt.
Bei Bedarf können auch Nachtwachen für unsere Kund/en/Innen angeboten werden.

7. Qualitätssicherung

Der Pflegedienst lehnt sich in ihrer Qualitätspolitik an ein Qualitätsmanagementsystem nach der DIN ISO 9000:2000 an.
Hierzu halten wir ein einrichtungsbezogenes Qualitätshandbuch auf der Grundlage der Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) Stand Aug. 2009 vor.

Maßnahmen der Qualitätssicherung:

Ein lebendiges und kundenorientiertes Prozessmanagement!
Mit dem Ziel eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses anhand des PDCA- Zyklus (Plan- Do- Check- Act)
Dazu gehört, unter anderem:

die regelmäßige Durchführung von Pflege-/ und Dokuvisiten durch die Pflegedienstleitung bei/m/der Kund/en/In und die Einleitung notwendiger Optimierungsmaßnahmen
Berücksichtigung und Einbindung der Expertenstandarts in der Pflege
Zufriedenheitsbefragungen der Kund/en/Innen und Einleitung notwendiger Optimierungsmaßnahmen
Ein gut geführtes Beschwerdemanagement
Durchführung regelmäßiger Fallbesprechungen im Team mit Festlegung von Pflegemaßnahmen
Eine einheitliche und zuverlässige Führung der Pflegedokumentation
Die professionelle Einarbeitung, Einweisung und Schulung der Mitarbeiter
Qualifizierte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen
Kontrolle der Maßnahmen durch die Pflegedienstleitung, die Geschäftsführung, sowie externen Prüfinstanzen